Freies Spiel – Lernen aus eigener Kraft
Das freie Spiel ist der wichtigste Bildungsprozess im frühen Kindesalter. Kinder wählen selbst, womit sie spielen, wie lange sie spielen und auf welche Weise sie sich mit ihrer Umgebung auseinandersetzen möchten. Im freien Spiel folgen sie ihrem inneren Entwicklungsimpuls, ihrem Interesse und ihrem individuellen Tempo.
- Kognitive Fähigkeiten: Sortieren, Zuordnen, erste Problemlösestrategien
- Soziale Kompetenzen: Rücksicht nehmen, teilen, verhandeln, Konflikte lösen
- Emotionale Stabilität: Frustrationstoleranz, Selbstvertrauen, Selbstwirksamkeit
- Motorische Fähigkeiten: Fein- und Grobmotorik, Gleichgewicht, Koordination
- Sprache & Kommunikation: Austausch mit anderen Kindern, Rollenspiel, Erzählen
- Bewegungsfreiheit: Rennen, Springen, Balancieren, Klettern
- Sinneserfahrungen: Wind, Sonne, Regen, Erde, Blätter, Holz, Steine
- Erkundung & Wissen: Pflanzen, Tiere, Jahreszeiten, Veränderungen
- Emotionale Erlebnisse: Mut, Neugier, Ruhe, Stolz über eigene Erfolge
- Beziehung zur Umwelt: Achtung vor Natur, Nachhaltigkeit, Verantwortung
Mit allen Sinnen – ganzheitlich die Welt entdecken
Kinder lernen über ihren Körper und ihre Sinne. Sie ertasten, beobachten, riechen, schmecken, hören und bewegen sich – all diese Sinneserfahrungen sind wichtige Grundlagen für ihre weitere Entwicklung.
Wir schaffen bewusst Räume und Situationen, die folgende Bereiche fördern:
- Taktil: Naturmaterialien wie Steine, Kastanien, Wasser, Sand, Holz
- Visuell: Farben, Licht, Spiegelungen, Bewegungen
- Auditiv: Klänge, Musik, Naturgeräusche
- Motorisch: Klettern, Krabbeln, Schieben, Ziehen, Balancieren
- Kreativ: Malen, Matschen, Experimentieren, konstruieren
Durch gezielte Angebote, aber auch durch offene Materialien, können die Kinder vielfältige sensorische Erfahrungen sammeln. Wir achten darauf, weder zu überfordern noch zu unterfordern, und begleiten die Kinder dabei, ihre Wahrnehmung bewusst zu entfalten.
Sinnesförderung bedeutet für uns auch, den Alltag „spürbar“ zu machen:
Gerüche aus der Küche, der warme Sonnenschein im Garten, Regentropfen auf der Haut oder das Rascheln von Blättern – all das gehört zum Lernen dazu.
"UND DANN MUSS MAN JA AUCH NOCH ZEIT HABEN, EINFACH DAZUSITZEN UND VOR SICH HIN ZU SCHAUEN"
ASTRID LINDGREN
