Freies Spiel – Lernen aus eigener Kraft

Das freie Spiel ist der wichtigste Bildungsprozess im frühen Kindesalter. Kinder wählen selbst, womit sie spielen, wie lange sie spielen und auf welche Weise sie sich mit ihrer Umgebung auseinandersetzen möchten. Im freien Spiel folgen sie ihrem inneren Entwicklungsimpuls, ihrem Interesse und ihrem individuellen Tempo.

Durch freies Spiel entwickeln Kinder:

  • Kognitive Fähigkeiten: Sortieren, Zuordnen, erste Problemlösestrategien
  • Soziale Kompetenzen: Rücksicht nehmen, teilen, verhandeln, Konflikte lösen
  • Emotionale Stabilität: Frustrationstoleranz, Selbstvertrauen, Selbstwirksamkeit
  • Motorische Fähigkeiten: Fein- und Grobmotorik, Gleichgewicht, Koordination
  • Sprache & Kommunikation: Austausch mit anderen Kindern, Rollenspiel, Erzählen


Wir begleiten das freie Spiel aufmerksam, geben Impulse, wenn sie benötigt werden, und sorgen für eine anregende Umgebung, die zum Entdecken einlädt. Dabei greifen wir nicht unnötig ein, sondern lassen den Kindern Raum, eigene Erfahrungen zu machen und ihre Ideen zu entwickeln.
5.2 Natur bewegt – draußen wachsen und erleben
Die Natur ist ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Wir verbringen täglich Zeit im Freien – bei fast jedem Wetter. Bewegung in der Natur unterstützt nicht nur die körperliche Gesundheit der Kinder, sondern auch ihre Wahrnehmung, Konzentration und emotionalen Kompetenzen.
Naturerfahrungen bieten den Kindern:

  • Bewegungsfreiheit: Rennen, Springen, Balancieren, Klettern
  • Sinneserfahrungen: Wind, Sonne, Regen, Erde, Blätter, Holz, Steine
  • Erkundung & Wissen: Pflanzen, Tiere, Jahreszeiten, Veränderungen
  • Emotionale Erlebnisse: Mut, Neugier, Ruhe, Stolz über eigene Erfolge
  • Beziehung zur Umwelt: Achtung vor Natur, Nachhaltigkeit, Verantwortung


Mit allen Sinnen – ganzheitlich die Welt entdecken
Kinder lernen über ihren Körper und ihre Sinne. Sie ertasten, beobachten, riechen, schmecken, hören und bewegen sich – all diese Sinneserfahrungen sind wichtige Grundlagen für ihre weitere Entwicklung.
Wir schaffen bewusst Räume und Situationen, die folgende Bereiche fördern:


  • Taktil: Naturmaterialien wie Steine, Kastanien, Wasser, Sand, Holz
  • Visuell: Farben, Licht, Spiegelungen, Bewegungen
  • Auditiv: Klänge, Musik, Naturgeräusche
  • Motorisch: Klettern, Krabbeln, Schieben, Ziehen, Balancieren
  • Kreativ: Malen, Matschen, Experimentieren, konstruieren



Durch gezielte Angebote, aber auch durch offene Materialien, können die Kinder vielfältige sensorische Erfahrungen sammeln. Wir achten darauf, weder zu überfordern noch zu unterfordern, und begleiten die Kinder dabei, ihre Wahrnehmung bewusst zu entfalten.
Sinnesförderung bedeutet für uns auch, den Alltag „spürbar“ zu machen:
Gerüche aus der Küche, der warme Sonnenschein im Garten, Regentropfen auf der Haut oder das Rascheln von Blättern – all das gehört zum Lernen dazu.



"UND DANN MUSS MAN JA AUCH NOCH ZEIT HABEN, EINFACH DAZUSITZEN UND VOR SICH HIN ZU SCHAUEN"

ASTRID LINDGREN

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